Neues zdi-Schüler:innenlabor: Natur erleben, Zukunft gestalten

Wie sieht Lernen aus, wenn Klassenzimmer durch Wälder ersetzt werden und Theorie auf echte Naturerfahrungen trifft? Das Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald Möhnesee (LIZ) zeigt, wie genau das funktionieren kann. Als neues zdi-Schüler:innenlabor verbindet es Umweltbildung, MINT und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf innovative Weise und macht Lernen erlebbar.

MINT-Bildung trifft Naturerlebnis

Außenansicht des denkmalgeschützten Gebäudes des Landschaftsinformationszentrums Wasser und Wald am Möhnesee.
Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald am Möhnesee

Das LIZ ist eine Umweltbildungs- und Naturschutzeinrichtung am Möhnesee. Seit den 1990er-Jahren entwickelt es praxisnahe Bildungsangebote rund um Natur und Nachhaltigkeit. Besucher:innen lernen sowohl in einer interaktiven Ausstellung zu Wasser, Wald und Umwelt als auch draußen in der Natur – etwa bei Exkursionen oder Experimenten. Themen wie Klimaschutz, Ressourcennutzung und Biodiversität stehen dabei im Fokus. Sie werden Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vermittelt. Ziel ist es, Schüler:innen Wissen zu vermitteln und sie zum eigenständigen Denken und Handeln zu befähigen.

„Erkennen – Bewerten – Handeln“

Statt rein theoretischer Inhalte stehen eigene Erfahrungen im Mittelpunkt: Kinder und Jugendliche untersuchen Gewässer, erkunden den Wald oder setzen eigene kleine Naturschutzprojekte um. Dieses forschende und entdeckende Lernen folgt dem Prinzip „Erkennen – Bewerten – Handeln“. Es fördert gezielt die Selbstwirksamkeit, zum Beispiel, wenn aus einem Workshop konkrete Aktionen im Alltag entstehen.

„Letzten Endes gucken wir immer, wo stehen die Schüler:innen gerade. Das ist sehr individuell. Wir haben Besuchende mit viel Vorwissen, aber auch Gruppen, wo es schon ein Lernerlebnis ist, überhaupt in den Wald zu gehen. Da kommt das soziale und forschende Lernen ins Spiel. Am Ende ist es uns wichtig, dass die Teilnehmenden für sich Handlungsoptionen ableiten können“, berichtet Kerstin Heim-Zülsdorf, Leiterin des LIZ.

Nachhaltigkeit zugänglich gestalten

Ein wichtiger Entwicklungsschritt: Das LIZ wird aktuell umfassend barrierefrei umgebaut. Ein neuer Aufzug erschließt künftig alle Etagen des denkmalgeschützten Gebäudes und ermöglicht so auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen den Zugang. Zusätzlich entstehen neue barrierefreie Räume und sanitäre Anlagen. Schon jetzt setzt das LIZ auf inklusive Angebote, etwa durch taktile Elemente und Audiostationen für blinde und sehbehinderte Besucher:innen.

Mit dem Erweiterungsbau entstehen außerdem neue Möglichkeiten: Ein zusätzlicher Ausstellungsbereich und ein stärkerer Fokus auf Energietechnik eröffnen neue Lernfelder auch für Berufsschüler:innen und Auszubildende.

Das LIZ als neues zdi-Schüler:innenlabor

Das LIZ zeigt eindrucksvoll, wie ein modernes Schüler:innenlabor aussehen kann: interaktiv, praxisnah und mit einem klaren Fokus auf nachhaltige Entwicklung.

Die Einbindung in die zdi-Community ist dabei kein Zufall. Bereits im Rahmen des zdi-REACT-EU-Programms wurde das LIZ gefördert, konnte erste Anknüpfungspunkte zur zdi-Community aufbauen und wurde ein Teil von zdi.NRW. Mit der Ernennung zum zdi-Schüler:innenlabor wird die Zusammenarbeit nun fortgeführt und weiter ausgebaut.

Eine Gruppe von Kindern und ein Erwachsener betrachten etwas, das auf einem Tisch in einem Waldgebiet im Herbst liegt.
Umweltbildung im Wald

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