Wie kann MINT-Bildung außerhalb der Schule junge Menschen begeistern? Auf der didacta 2026 in Köln zeigte die zdi-Community genau das – praxisnah, kreativ und zum Mitmachen. Gemeinsam mit dem MINT-Campus präsentierte sich zdi.NRW vom 12. bis 13. März auf der Sonderschaufläche „Lernen zum Anfassen“.

MINT erleben auf der Sonderschaufläche „Lernen zum Anfassen“
Die didacta gilt als eine der wichtigsten Bildungsfachmessen Europas. Sie bringt Akteur:innen aus Schule, Wissenschaft, Politik und Bildungspraxis zusammen – und bietet Raum für Austausch rund um Bildungsthemen. Auf der Sonderschaufläche „Lernen zum Anfassen” des didacta-Ausschusses „Außerschulisches Lernen” stand in diesem Jahr vor allem eines im Mittelpunkt: praktisches Lernen außerhalb des Klassenzimmers.
Gemeinsam mit dem MINT-Campus zeigte zdi.NRW, wie außerschulische Lernorte junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern können. Die Besucher:innen erhielten Einblicke in Projekte, konnten mit den Akteur:innen der zdi-Community ins Gespräch kommen und erleben, wie vielfältig MINT-Angebote in Nordrhein-Westfalen sind.

Seit 2025 sind die Gemeinschaftsoffensive zdi.NRW und die digitale Lernplattform MINT-Campus offizielle Kooperationspartnerinnen. In ihrer Bildungskooperation setzen sich beide gemeinsam für eine zukunftsfähige MINT-Bildung in NRW und in Deutschland ein.
Impulse für die Zukunft beim Branchentreff „Außerschulisches Lernen”
Am 11. März war die zdi-Community bereits beim Branchentreff des didacta-Ausschusses „Außerschulisches Lernen” dabei.

Unter dem Titel „Außerschulische Lernorte trainieren für die Zukunft – Wandel und Gestaltungskompetenzen als außerschulischer Bildungsauftrag“ diskutierten Expert:innen, wie Lernorte außerhalb der Schule Zukunftskompetenzen fördern können. Als Impulsgeber aus der zdi-Community zeigte Sebastian Vierhaus vom zdi-Schüler:innenlabor FabLab Hamm-Westfalen, wie Technologien in Bildungsangebote integriert werden können. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere spielerische Zugänge sowie die Frage, wie aus Wissen aktives Handeln entsteht – eine zentrale Voraussetzung für die Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft.
„Lernen zum Anfassen”: Die Vielfalt der zdi-Community erleben
Parallel dazu präsentierten gleich mehrere Akteur:innen aus der zdi-Community und aus unterschiedlichen Ecken von NRW ihre Programme und Projekte. Sie machen deutlich, wie vielfältig außerschulische MINT-Angebote sein können.
zdi-Schüler:innenlabor Technikzentrum Minden-Lübbecke
Das Technikzentrum wurde vor Ort vertreten von seiner Leiterin Karin Ressel, die wir bereits im zdi-Heldinnen-Oktober portraitieren durften. Das Technikzentrum legt seinen Schwerpunkt auf die Vermittlung von handwerklichen Inhalten mit direktem Bezug zu technischen Berufen.
zdi-Schüler:innenlabor Just Science
Am Freitag stand alles im Zeichen der Biologie, die das zdi-Schüler:innenlabor Just Science aus Köln Kindern und Jugendlichen seit vielen Jahren erfolgreich näher bringt – wie das Portrait unserer zdi-Heldin Raja Flüchter zeigt. Hier konnten die Besucher:innen sich im Pipettieren ausprobieren.
zdi-Zentrum BeST Bergisches Schultechnikum
Das erst kürzlich mit dem LeLa-Preis ausgezeichnete zdi-Zentrum BeST Bergisches Schultechnikum hatte den Roboter Pepper im Gepäck. Außerdem konnten die Messebesucher:innen Ergebnisse aus den eigenen Kursen, wie Gegenstände aus dem 3D-Drucker und ein selbstgebautes Tic-Tac-Toe-Spiel bestaunen. An der Paper-Circuit Mitmach-Station erstellten die Besucher:innen eigene Lichtschwerter im Postkartenformat.
Für Sarah-Lena Debus vom zdi-Zentrum BeST Bergisches Schultechnikum hat sich die Teilnahme auf jeden Fall gelohnt: „Besonders wertvoll ist für mich der Austausch mit Lehrkräften außerhalb der Schule. Das ermöglicht viel intensivere Gespräche über Bedürfnisse und Erwartungen.” Sie war außerdem Teil der Diskussionsrunde „Zukunft gemeinsam gestalten – Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit von Schüler:innen an Lernorten”.

zdi-Netzwerke MINT.REgio, MINT.BOchum und MINT.HErne
Die Netzwerke aus dem Ruhrgebiet haben sich zum Ziel gesetzt, langfristige praktische Erfahrungen mit Energie, Elektrotechnik und Naturwissenschaften zu ermöglichen. Dazu präsentierten sie gleich mehrere Projekte aus ihrem Angebot: Von einem ferngesteuerten Auto als Ergebnis eines halbjährigen Schüler:innenprojekts über ein Smart-Home-Modell bis hin zu Experimentierkoffern zum Thema Strom. Auch ein selbst entwickeltes Twister-Spiel zu den Nachhaltigkeitszielen, das „SDG-Twister”, war dabei.
Außerschulische MINT-Bildung sichtbar machen
Die Präsenz auf der didacta 2026 hat einmal mehr gezeigt: Außerschulische MINT-Bildung lebt von starken Netzwerken und engagierten Partner:innen. Die zdi-Community und der MINT-Campus bringen genau diese Akteur:innen zusammen und schaffen Räume, in denen junge Menschen Technik, Naturwissenschaften und Informatik aktiv erleben können.
Die vielen Gespräche, Begegnungen und Impulse der Messe zeigen: Das Interesse an praxisnaher MINT-Bildung ist groß. Und die zdi-Community gestaltet diese Zukunft aktiv mit!











