didacta 2026: Außerschulische MINT-Bildung zum Anfassen

Wie kann MINT-Bildung außerhalb der Schule junge Menschen begeistern? Auf der didacta 2026 in Köln zeigte die zdi-Community genau das – praxisnah, kreativ und zum Mitmachen. Gemeinsam mit dem MINT-Campus präsentierte sich zdi.NRW vom 12. bis 13. März auf der Sonderschaufläche „Lernen zum Anfassen“.

Vier Personen stehen an einem Stand von zdi.NRW und MINT-Campus auf einer Indoor-Veranstaltung. Um sie herum sind Banner und Materialien ausgelegt.
Das Team von zdi.NRW und dem MINT-Campus am gemeinsamen Stand: v.l.n.r. Nicholas Häfner, Heinz Stöckemann, Anne Vonarx und Melanie Below.

MINT erleben auf der Sonderschaufläche „Lernen zum Anfassen“

Die didacta gilt als eine der wichtigsten Bildungsfachmessen Europas. Sie bringt Akteur:innen aus Schule, Wissenschaft, Politik und Bildungspraxis zusammen – und bietet Raum für Austausch rund um Bildungsthemen. Auf der Sonderschaufläche „Lernen zum Anfassen” des didacta-Ausschusses „Außerschulisches Lernen” stand in diesem Jahr vor allem eines im Mittelpunkt: praktisches Lernen außerhalb des Klassenzimmers.

Gemeinsam mit dem MINT-Campus zeigte zdi.NRW, wie außerschulische Lernorte junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern können. Die Besucher:innen erhielten Einblicke in Projekte, konnten mit den Akteur:innen der zdi-Community ins Gespräch kommen und erleben, wie vielfältig MINT-Angebote in Nordrhein-Westfalen sind.

Menschen unterhalten sich an einem Ausstellungsstand, der sich auf MINT-Bildungsprogramme konzentriert. Informationsposter und Broschüren füllen den belebten Veranstaltungsraum.
Der Stand von zdi.NRW und MINT-Campus war an allen Tagen gut besucht.

Seit 2025 sind die Gemeinschaftsoffensive zdi.NRW und die digitale Lernplattform MINT-Campus offizielle Kooperationspartnerinnen. In ihrer Bildungskooperation setzen sich beide gemeinsam für eine zukunftsfähige MINT-Bildung in NRW und in Deutschland ein.

Impulse für die Zukunft beim Branchentreff „Außerschulisches Lernen”

Am 11. März war die zdi-Community bereits beim Branchentreff des didacta-Ausschusses „Außerschulisches Lernen” dabei.

Sieben Personen stehen gemeinsam auf einer Bühne. Hinter ihnen zeigt ein Bildschirm Veranstaltungshinweise und Danksagungen in deutscher Sprache.
Beim Branchentreff Außerschulisches Lernen, v.l.n.r.: Nicholas Häfner (zdi-LGS), Silke Kokon (zdi-Zentrum KReMINTec Krefeld), Chrissoula Tolidou (zdi-Zentrum KReMINTec Krefeld), Bettina Wallor (zdi-Netzwerk Rhein-Sieg-Kreis), Heinz Stöckemann (zdi-LGS), Joel Rehra (FabLab Hamm-Westfalen), Sebastian Vierhaus (FabLab Hamm-Westfalen)

Unter dem Titel „Außerschulische Lernorte trainieren für die Zukunft – Wandel und Gestaltungskompetenzen als außerschulischer Bildungsauftrag“ diskutierten Expert:innen, wie Lernorte außerhalb der Schule Zukunftskompetenzen fördern können. Als Impulsgeber aus der zdi-Community zeigte Sebastian Vierhaus vom zdi-Schüler:innenlabor FabLab Hamm-Westfalen, wie Technologien in Bildungsangebote integriert werden können. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere spielerische Zugänge sowie die Frage, wie aus Wissen aktives Handeln entsteht – eine zentrale Voraussetzung für die Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft.

„Lernen zum Anfassen”: Die Vielfalt der zdi-Community erleben

Parallel dazu präsentierten gleich mehrere Akteur:innen aus der zdi-Community und aus unterschiedlichen Ecken von NRW ihre Programme und Projekte. Sie machen deutlich, wie vielfältig außerschulische MINT-Angebote sein können.

zdi-Schüler:innenlabor Technikzentrum Minden-Lübbecke

Das Technikzentrum wurde vor Ort vertreten von seiner Leiterin Karin Ressel, die wir bereits im zdi-Heldinnen-Oktober portraitieren durften. Das Technikzentrum legt seinen Schwerpunkt auf die Vermittlung von handwerklichen Inhalten mit direktem Bezug zu technischen Berufen.

Eine Gruppe von Personen steht bei einer Indoor-Veranstaltung um einen Ausstellungstisch herum. Sie betrachten Materialien und interagieren, während andere im Hintergrund zu sehen sind.
Karin Ressel (rechts) stellt der niedersächsischen Kultusministerin Julia Willie Hamburg (links) ihr Angebot vor. Mit dabei waren auch die Vorsitzenden des didacta-Ausschusses für Außerschulische Bildung, Jan Krebs und Sigrun Jungwirth.
Eine Person an einem Stand demonstriert zwei Besuchern bunte Konstruktionsstifte. Im Hintergrund sind andere Stände und Besucher zu sehen.
Das Angebot des Technikzentrums ist sehr handwerklich orientiert.
Drei Frauen stehen auf einer belebten Messe oder Ausstellung um einen Ausstellungstisch mit buntem Lehrmaterial herum.

zdi-Schüler:innenlabor Just Science

Am Freitag stand alles im Zeichen der Biologie, die das zdi-Schüler:innenlabor Just Science aus Köln Kindern und Jugendlichen seit vielen Jahren erfolgreich näher bringt – wie das Portrait unserer zdi-Heldin Raja Flüchter zeigt. Hier konnten die Besucher:innen sich im Pipettieren ausprobieren.

Menschen versammeln sich um einen Stand bei einer Indoor-Ausstellung. Eine Frau demonstriert eine Aktivität mit wissenschaftlichen Materialien auf einem Tisch.
Laborleiterin Ina Siebenkotten erklärt das Pipettieren…
Mehrere Personen versammeln sich um einen kleinen Tisch mit Laborgeräten. Eine Frau benutzt eine Pipette, während die anderen aufmerksam zusehen.
…zeigt selbst, wie Pipettieren funktioniert…
Zwei Frauen stehen an einem Stand mit Informationsmaterial, einem Reagenzglasständer und einem "Talenttest"-Schild auf dem Tisch.
…und stellt das Angebot des zdi-Schüler:innenlabors vor.

zdi-Zentrum BeST Bergisches Schultechnikum

Das erst kürzlich mit dem LeLa-Preis ausgezeichnete zdi-Zentrum BeST Bergisches Schultechnikum hatte den Roboter Pepper im Gepäck. Außerdem konnten die Messebesucher:innen Ergebnisse aus den eigenen Kursen, wie Gegenstände aus dem 3D-Drucker und ein selbstgebautes Tic-Tac-Toe-Spiel bestaunen. An der Paper-Circuit Mitmach-Station erstellten die Besucher:innen eigene Lichtschwerter im Postkartenformat.

Ein humanoider Roboter mit einem Touchscreen steht vor einem Stand. Zwei Personen unterhalten sich neben einem Holztresen auf einer Technologieausstellung.
Roboter Pepper war auch wieder mit dabei.
Menschen versammeln sich um einen Roboter an einem Technologie-Ausstellungsstand. Das Personal unterhält sich mit den Besuchern, und im Hintergrund sind Displays zu sehen.
Viel los beim Angebot des zdi-Zentrum BeST.
Frauen sitzen auf einem Kongress an einem Tisch, während sie an Kunsthandwerk arbeiten und sich Kunstzubehör ansehen. Hinter ihnen sind Stände und Auslagen zu sehen.
Lichtschwerter im Postkarten-Format kamen auch gut an.

Für Sarah-Lena Debus vom zdi-Zentrum BeST Bergisches Schultechnikum hat sich die Teilnahme auf jeden Fall gelohnt: „Besonders wertvoll ist für mich der Austausch mit Lehrkräften außerhalb der Schule. Das ermöglicht viel intensivere Gespräche über Bedürfnisse und Erwartungen.” Sie war außerdem Teil der Diskussionsrunde „Zukunft gemeinsam gestalten – Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit von Schüler:innen an Lernorten”.

Fünf Podiumsteilnehmer sitzen auf der Bühne der Bildungsmesse Didacta. Eine große Leinwand hinter ihnen zeigt ihre Namen und das Diskussionsthema.
Sarah-Lena Debus (links) bei der Diskussionsrunde zum Thema Mitbestimmung von Schüler:innen an Lernorten.

zdi-Netzwerke MINT.REgio, MINT.BOchum und MINT.HErne

Die Netzwerke aus dem Ruhrgebiet haben sich zum Ziel gesetzt, langfristige praktische Erfahrungen mit Energie, Elektrotechnik und Naturwissenschaften zu ermöglichen. Dazu präsentierten sie gleich mehrere Projekte aus ihrem Angebot: Von einem ferngesteuerten Auto als Ergebnis eines halbjährigen Schüler:innenprojekts über ein Smart-Home-Modell bis hin zu Experimentierkoffern zum Thema Strom. Auch ein selbst entwickeltes Twister-Spiel zu den Nachhaltigkeitszielen, das „SDG-Twister”, war dabei.

Eine Gruppe von Menschen steht um einen Stand auf einer Indoor-Ausstellung. Ein ferngesteuertes Auto steht auf einem Holztisch davor.
Das selbst programmierte Arduino-Auto.
Ein Modell einer Energiestation mit Drähten und Sensoren steht auf einem Holztisch in einer Ausstellung. Im Hintergrund sind Menschen und Stände zu sehen.
Ein als Schüler:innneprojekt entstandenes Smart-Home-Modell.
Ein Messestand mit Informationsbannern, einem Holztresen mit Menschen in der Nähe und einer bunten Matte mit verschiedenen Symbolen.
Beim SDG-Twister konnte man etwas zu den Nachhaltigkeitszielen lernen.

Außerschulische MINT-Bildung sichtbar machen

Die Präsenz auf der didacta 2026 hat einmal mehr gezeigt: Außerschulische MINT-Bildung lebt von starken Netzwerken und engagierten Partner:innen. Die zdi-Community und der MINT-Campus bringen genau diese Akteur:innen zusammen und schaffen Räume, in denen junge Menschen Technik, Naturwissenschaften und Informatik aktiv erleben können.

Die vielen Gespräche, Begegnungen und Impulse der Messe zeigen: Das Interesse an praxisnaher MINT-Bildung ist groß. Und die zdi-Community gestaltet diese Zukunft aktiv mit!

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