Über 3D-Drucker, die EU und zdi

Was haben diese 3D-Drucker im zdi-Schülerlabor IoT mit der EU zu tun?
Es stecken Mittel der Europäischen Union drin! Das Förderprogramm EFRE-zdi hilft Netzwerken und ihren mittlerweile mehr als 4.500 Partnern in NRW bei der landesweiten MINT-Nachwuchsarbeit. Dabei hat das Förderprogramm zwei Schwerpunkte. Zum einen fördert es die regionale Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und regionalen zdi-Netzwerken. Zum anderen fördert EFRE-zdi den Aufbau von außerschulischen Lernorten, also beispielsweise Schülerlaboren an Standorten wie Berufskollegs oder in Firmen.

Ein 3D-gedrucktes Modell einer Hand, das man auch auf einem Bildschirm sieht.
Exakte Modelle aus dem 3D-Drucker – die benötigte Technik können Jugendliche im IoT-Labor ausprobieren. (c)HRW

Nachdem zdi-Netzwerke in den beiden ersten Förderzeiträumen EFRE-zdi I (2013 bis 2015) und EFRE-zdi II (2015 bis 2018) mehr als 100 Projekte realisieren konnten, läuft derzeit die dritte Förderperiode EFRE zdi-III in der bereits fast 30 Projekte bewilligt wurden und gerade entstehen. Bis zu 50 Prozent der Projektkosten stammen dabei aus EFRE-Mitteln der EU, den restlichen Anteil übernehmen regionale Partner.

UPDATE: Mittlerweile (2025) ist EFRE-zdi unter dem Namen zdi-MINTplus.NRW in die nächste Runde gestartet. Alle Infos findet Ihr auf der zdi-MINTplus.NRW-Seite.

Wie das konkret aussehen kann? Hier ein paar Beispiele:

Teilprogramm 1 – Einbindung von KMU der Region in die Arbeit von zdi-Netzwerken

Innovative MINT-Nachwuchsförderung Köln 4.0

Die Gründerszene, vor allem im Bereich der dynamischen Digitalwirtschaft ist in Köln eine zunehmend wachsende Branche, die einen großen Bedarf an Fachkräften hat. Bis zu 30 kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sollen für die die Zusammenarbeit dem zdi-Netzwerk in Köln gewonnen werden. Das Projekt wird bis 2021 in Kooperation mit den Unternehmen ein Konzept zur Fachkräftegewinnung erarbeiten und umsetzen. Außerdem soll ein „Youth Innovation Hub“ gegründet werden, in dem Schüler*innen an der Entwicklung sechs besonderer MINT-Formate beteiligt werden. Die langfristige Bindung von Mädchen an MINT-Themen wird dabei ein wichtiger Schwerpunkt sein.

Wirtschaftsförderungen helfen bei der Akquise im Bergischen Städtedreieck

Das zdi-Zentrum BeST an der Bergischen Universität Wuppertal wollte mit dem Projekt die Vernetzung mit kleinen und mittleren Unternehmen in der Region stärken. Mit Unterstützung der Wirtschaftsförderungen in Solingen, Remscheid und Wuppertal sowie der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft konnte das zdi-Zentrum im ersten EFRE-Projekt 42 neue Unternehmen als Partner gewinnen. Diese bringen sich sowohl inhaltlich als auch personell ein. In einer aktuell laufenden zweiten Projektphase plant das BeST die Einbindung weiterer kleiner Unternehmen.

Ein Junge beim Löten.
In den Lernorten des Quartierslabors bietet das BeST verschiedene Kurse.

MINT-Nachwuchs für KMU und Handwerk in Minden-Lübbecke

Mit über 250 Partnern, davon über 80 KMU und Handwerksbetriebe, besteht im Kreis Minden-Lübbecke bereits ein sehr aktives Partnernetzwerk. Die derzeitige Förderung soll gezielt räumliche und branchenspezifische Lücken im Partnernetzwerk schließen. Dazu werden KMU und Handwerksbetriebe z. B. gezielt dort aktiviert, wo sich mehrere Betriebe eines Berufsfeldes in einem lokal begrenzten Umfeld niedergelassen haben. Ziel ist der Aufbau kleiner, weitestgehend selbständig agierender Netzwerke, die gemeinsam branchenspezifische Lösungen entwickeln, um Fachkräftenachwuchs in ihrer Branche zu sichern.

Teilprogramm 2 – Entwicklung und Abwicklung von MINT-Angeboten

IoT-Labor an der Hochschule Ruhr West, Campus Mülheim an der Ruhr

Im Juni 2018 eröffnete die Hochschule Ruhr West das IoT-Labor (IoT: Internet of Things). Das 112-Quadratmeter große Labor ist ausgestattet mit verschiedenen 3-D Druckern, 3-D Scannern, Mess-Equipment, Funksteckern, Einplatinencomputern, neun PC-Arbeitsplätzen sowie verschiedenem Material wie Lötkolben, Lötzinn, Kabeln und Kleinbauteilen.

Eine Reihe Ultimaker-3D-Drucker.
3D-Drucker im IoT-Labor an der Hochschule Ruhr West, Campus Mülheim an der Ruhr (c)HRW

Ob Smart Home, 3D-Design, Bio-Hacking oder Industrie 4.0 – zu vielen verschiedenen Themen bietet das Labor Kurspakete und Module, die mit interessierten Kursleitern abgestimmt werden können. Offen steht das Labor nicht nur Studierenden und Schülerinnen und Schülern, auch Beschäftigten örtlicher Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründern steht die Nutzung des Labors offen.

Green-FabLab, Kamp-Lintfort

Seit 2015 bietet das zdi-FabLab@school Spitzentechnologie auf über 500 m². Die Zukunftstechnologie 3D-Druck am Campus Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal ist in allen Facetten vertreten. Von unterschiedlichen 3D-Druckern über einen Lasercutter bis zur CNC-Fräse können zahlreiche Objekte gefertigt werden, egal ob aus Holz, Kunststoff, Plexiglas, Silikon oder Stoff.
Das vor kurzem genehmigte Projekt Green FabLab überträgt das FabLab Konzept auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. Dabei werden die bisherigen Angebote um die digitale Fertigung mit nachwachsenden Rohstoffen und die Produktion von nachwachsenden Rohstoffen erweitert. Weitere Anwendungen beschäftigen sich mit Agribusiness und erneuerbaren Energien für Produktion und Transport. Das Projekt hat Modellcharakter. Weder auf regionaler noch auf bundesweiter Ebene ist ein ähnliches Angebot vorhanden.

AeroSpaceLab, Aachen

Seit Juni 2018 macht das AeroSpaceLab mit praxisnahen Experimenten physikalische Grundlagen für Schüler*innen erlebbar. Das mobile Schülerlabor widmet sich den Themen Strömungslehre und Aerodynamik. Außerdem vermitteln die Experimente Anwendungsbeispiele aus dem Rennsport. Bis 2023 fährt das Mobil durch die Region Aachen.

Lernwerkstatt 4.0 im Kreis Steinfurt

CNC-Fräsen, Lasercutter und modernste Fertigungstechniken bietet die Lernwerkstatt 4.0 am Berufskolleg Rheine. Sie kann von externen Schulen als außerschulischer Lernort genutzt werden.  Das Projekt greift aktuelle Entwicklungen und Trends vor dem Hintergrund der in der Gesellschaft stattfindenden Digitalisierung auf. Das Lernsetting erlaubt eine Unternehmenssimulation in unterschiedlichen Komplexitätsgraden und soll den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern an einem Kurstag den Weg von der Idee zum Produkt aufzeigen.

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MINT Lab, :metabolon in Lindlar (Oberbergischer Kreis)

Im Juli 2018 ist auf dem Gelände der ehemaligen Restmülldeponie in Lindlar besonderer außerschulischer Lernort entstanden, das Schülerlabor MINT LAB. Auf dem heutigen Gelände des Entsorgungszentrums Leppe dreht sich im Schülerlabor alles um die Wandlungsprozesse von fossilen Energieträgern zu erneuerbaren Energien. Zur Auswahl stehen beispielsweise die Themen Windenergie, Solarenergie, Innovative Formen der Energiespeicherung oder auch Klimawandel, Klimaschutz und Klimapolitik, aufbereitet jeweils für unterschiedliche Altersstufen.

Mönchengladbach – Ein Klassenzimmer für LEGO

Im März 2017 hat das Franz-Meyers-Gymnasium in Kooperation mit dem zdi-Zentrum Mönchengladbach ein Lego Education Innovation Studio, kurz Lego Studio MG, eröffnet – das erste seiner Art im Rheinland. Mit speziellen Lego-Materialien, Laptops und Tablets, Präsentationsmedien und mit Hilfe eines anspruchsvollen pädagogischen Lernkonzepts werden junge Menschen spielerisch und praxisnah für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistert.

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