Von der Idee zum Prototypen: zdi‑Community entwickelt KI‑Assistenten

Wie gelingt die Integration von KI sinnvoll in den Arbeitsalltag der zdi‑Community? Dieser Frage ist am 5. Februar 2026 eine Gruppe von MINT‑Koordinator:innen aus NRW nachgegangen. Zum ersten Präsenz‑Hackathon des zdi‑KI‑Labs kamen sie in der zdi‑Landesgeschäftsstelle in Erkrath zusammen. Der Tag war geprägt von intensiver Arbeit, Austausch und dem gemeinsamen Ziel, KI‑Assistenten zu entwickeln, die die tägliche zdi-Arbeit erleichtern und die Angebote für Schüler:innen, Partner:innen und Netzwerke weiter verbessern.

Ein Projekt in zwei Etappen: Vom digitalen Kick-off zum Präsenztreffen

Bereits am 13. Januar 2026 startete das Vorhaben mit einem digitalen Kick-off. Dort wurden erste Impulse und Tools vorgestellt, Use Cases gesammelt und priorisiert sowie Teams gebildet, die sich anschließend gezielt auf ihre Fragestellungen vorbereiteten. Mit Hilfe eines dafür entwickelten KI-Assistenten bereiteten die Teams die Use Cases im Dialog mit der KI standardisiert auf.

Auf dieser Grundlage begann in Erkrath die zweite Phase: ein ganzer Tag Tüfteln, Testen und Prototyping. Nach einer kurzen Einführung in das Vorgehen und dem Kennenlernen von KI-Tools, arbeiteten die Teilnehmenden in drei Gruppen an ihren Use Cases und bauten Systemprompts. Hierbei lag das Augenmerk besonders auf Ausprobieren und Lernen. So erarbeiteten sie Prototypen, die sie zum Abschluss des Hackathons in einer Live-Demo-Session vorstellten.

In einem modernen Besprechungsraum sitzen Menschen mit Laptops und Flaschen um einen Tisch herum, während eine Person etwas auf einem großen Bildschirm präsentiert.
Drei Personen sitzen an einem runden Tisch und arbeiten mit Laptops. In einem hellen Raum mit großen Fenstern stehen Getränke auf dem Tisch.
Eine Frau präsentiert etwas vor Kolleg:innen, die in einem modernen Besprechungsraum sitzen. Ein großer Bildschirm zeigt bunte Grafiken, und auf dem Tisch stehen Laptops.

Drei Use Cases aus der zdi-Community

Während des Hackathons widmeten sich die Teams Herausforderungen aus der zdi-Praxis. Ziel war es, erste funktionale Prototypen zu entwickeln:

1) KI-Assistent für automatisierte Quartals- oder Jahresberichte

Diese Gruppe entwickelte sogar zwei Prototypen: Der erste KI-Assistent analysiert alte Jahresberichte und macht Vorschläge für eine optimierte Struktur, die zielgruppengerecht und wirkungsorientiert aufgebaut ist. Der zweite Prototyp verarbeitet PDFs, Word‑Dokumente, E-Mails, Webinhalte etc. und generiert daraus einen Berichtsentwurf für unterschiedliche Stakeholder mit automatischer Strukturierung und einheitlichem Template und Vorschlägen für den Inhalt. Dadurch sollen Berichte schneller, strukturierter und datenbasierter erstellt werden.

2) KI-Assistent für zdi-Kursangebote

Dieser Assistent soll, in Form eines Dialogs, Lehrkräften eine schnelle Übersicht über MINT-Kurse eines zdi-Netzwerks liefern – filterbar nach Fach, Zielgruppe, Kursdauer oder Schulform.

3) KI-Feedback-Assistent für Kurse & Events

Dieser Chatbot soll Feedback über einen QR-Code sammeln und die Ergebnisse anschließend übersichtlich für Veranstalter:innen zusammenstellen. Der Bot geht dabei auf Befragte, deren Alter und Antwortverhalten ein, und passt entsprechend individuell das Fragen-Set an. Zudem ist er in der Lage, ein kurzes Fazit aus dem Dialog zu ziehen und dem Befragten eine Art Live-Feedback zur Wirkung des Kurses zu geben.

Erkenntnisse aus dem Hackathon

Die Ergebnisse zeigen: KI-Tools können zdi-Netzwerke im Alltag entlasten. Diese Unterstützung kann für die Planung, für Kommunikationsmaßnahmen oder für die Dokumentation genutzt werden.

Die entwickelten Prototypen haben das Potenzial, Arbeitserleichterungen zu bringen. Zum Beispiel durch weniger Routinearbeit, schnellere Informationsflüsse oder eine KI-generierte Datengrundlage für Entscheidungen.

Zehn Personen stehen draußen und posieren für ein Foto vor einer runden Hecke und einem großen weißen Gebäude mit grünen Fensterläden.

Während der Arbeit an den Use Cases entstanden bereits neue Ideen: Von Feedback‑Assistenten über automatisierte Qualitätssicherung bis zu Lernpfad‑Empfehlungen – die Teilnehmenden hatten konkrete Vorstellungen, wie KI ihre Arbeit künftig weiter unterstützen kann. Die Lust, das Thema KI im zdi‑Kontext weiterzudenken, ist groß und der Bedarf an smarten Tools ebenfalls.

Alle erarbeiteten Ideen und KI-Assistenzsysteme werden zukünftig auf der zdi-Management-Plattform für die zdi-Community zur Verfügung gestellt und die vielversprechendsten systematisch weiterentwickelt.

Der Hackathon im zdi-KI-Lab war richtig spannend. Mir hat vor allem die Arbeitsatmosphäre total gefallen – der Austausch mit den anderen war super. Die Use Cases, die wir besprochen haben, lagen für mich wirklich nah an meinem Arbeitsalltag, das fand ich klasse.

– Lotta Quidde, zdi-Netzwerk :MINT im Rhein-Sieg-Kreis

Für mich war der Hackathon super informativ. Er hat mir neue Impulse und Einblicke gegeben wie ich KI zukünftig noch effizienter in meiner Arbeit nutzen kann.

– Ugur Demetgül, zdi-Netzwerk Ennepe-Ruhr

Besonders spannend am heutigen KI-Hackathon fand ich, einen wirklich praxisnahen KI‑Agenten zu entwickeln. Genau dieser direkte Bezug zur Anwendung sowie der direkte Austausch in einer kleinen Gruppe hat für mich den großen Mehrwert ausgemacht. Insgesamt hat mir das Hackathon‑Format sehr gefallen, vor allem das offene, gemeinsame Arbeiten. Ich könnte mir gut vorstellen, bei Gelegenheit auch zu einem anderen Thema wieder dabei zu sein.

– Dr. Thorsten Balgar, zdi-Netzwerk Gelsenkirchen

Der zdi-KI-Lab-Hackathon war für mich ein echtes Highlight. Es war besonders schön, einmal aus der eigenen zdi-Bubble herauszukommen und sich mit anderen zdi-Koordinator:innen sowie der zdi-Landesgeschäftsstelle intensiv und in Ruhe zur Anwendung von KI auszutauschen. Der Einblick in die entstehenden Agenten und die Möglichkeit, an ihrer Entwicklung mitzuwirken, haben mir große Freude bereitet.

– Sabrina Becker, zdi-Netzwerk Bildungsregion Hochsauerlandkreis

Ich hatte große Freude daran, tiefer in die Welt von KI-Assistenten einzutauchen. Das motiviert mich, KI künftig strukturierter und deutlich intensiver in meiner täglichen Arbeit zu nutzen.

– Fiona Sauer, zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss

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