Virtuelles Klassentreffen: Das MINT:Barcamp 2020

Von Future Tools, Nasenflöten und Hacker Spirit – Am 18. September 2020 fand das MINT:Barcamp der Körber-Stiftung zum 6. Mal statt. Im Unterschied zu den fünf vorherigen MINT:Barcamps diesmal coronabedingt in digitaler Form. Mehr als 150 Teilnehmer:innen diskutierten in 16 Sessions – damit nahmen am diesjährigen MINT:Barcamp so viele MINT-Netzwerker:innen wie noch nie teil.

„Nachhaltig vernetzt“ auch in Zeiten von Corona

„Hereinspaziert – hier geht es ins Plenum“ – Mit diesen Worten wurden die Barcamp-Teilnehmenden am Morgen des 18. Septembers 2020 auf der zentralen MINT:Barcamp-Website begrüßt. Das Plenum versammelte sich in diesem Jahr nicht, wie sonst üblich, in den Räumen des Körber-Forums auf der Hamburger Kehrwieder 12. Aufgrund der Corona-Pandemie fanden sich MINT-Akteur:innen aus ganz Deutschland diesmal im digitalen Raum zusammen. Das MINT:Barcamp gibt MINT-Netzwerker:innen die Möglichkeit, sich über Erfahrungen in der MINT-Bildung auszutauschen, das eigene Wissen zu teilen, sich zu vernetzen und von anderen MINT-Akteur:innen zu lernen.

© Körber-Stiftung/Claudia Höhne.

Unter dem Motto „Nachhaltig vernetzt“ diskutierten die Teilnehmenden verschiedene Fragestellungen: Wie gestaltet sich in Zeiten von Corona die MINT-Bildung? Vor welchen Herausforderungen stehen die MINT-Regionen und welche Gute Praxis-Beispiele lassen sich teilen? Wie lässt sich die MINT-Bildung mit Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung zusammenbringen? Und wie kann unter den aktuellen Umständen MINT-(Aus)Bildung im digitalen Raum stattfinden? Welche Tools gibt es?

© Körber-Stiftung/Claudia Höhne.

Die 16 Sessions verdeutlichten, dass es den MINT-Netzwerker:innen beim Schlagwort „Nachhaltig vernetzt“ vor allem um eines geht: Erstklassige Bildungsangebote auch in Zeiten von Corona an die Schülerinnen und Schüler zu bringen. Acht der sechzehn Sessions widmeten sich dem Thema der MINT-Bildung im digitalen Raum und es fand ein reger Austausch über virtuelle Coachings, Lernen per YouTube oder digitale Future Tools statt. In der gut besuchten Session „MINT-Bildung auf Social Media“ zeigte sich, dass trotz des regen Interesses an digitalen Tools, die Hälfte der teilnehmenden MINT-Akteure mit ihrem Bildungsangebot nicht in den Sozialen Medien unterwegs sind.

In der Session wurde ein interaktives MINT-Format vorgestellt und anschließend diskutierten die Sessiongebenden gemeinsam mit Interessierten, Social-Media Aktiven und kritischen Stimmen. Das Fazit: Viel zu kurz, die Session!

zdi-Akteur:innen teilen ihre Erfahrungen mit virtueller MINT-Bildung

Auch viele zdi-Akteur:innen nahmen am MINT:Barcamp der Körber-Stiftung teil. Gemeinsam mit Dr. Peter Klauth von der Hochschule Niederrhein leitete Chrissoula Tolidou vom zdi-Zentrum KReMINTec gleich zwei Sessions zum Thema „Online-Kurse in Zeiten von Corona“, die bestens besucht waren. Die zdi-Netzwerke konnten dank verlässlicher Strukturen, kreativer Ideen und einer guten Prise Mut und Tatendrang bereits kurz nach den Schulschließungen im März Konzepte für Online-Kurse auf die Beine stellen. Die zdi-Koordinator:innen wissen, wie wichtig der Austausch untereinander ist und geben ihr Wissen gerne an andere MINT-Akteur:innen weiter.

© Körber-Stiftung/Claudia Höhne.

„Das MINT:Barcamp der Körber-Stiftung hat gezeigt, wie wichtig der MINT-Community der Austausch mit Gleichgesinnten gerade in Krisenzeiten ist“, resümiert Magdalena Hein von der zdi-Landesgeschäftsstelle. „Am vergangenen Freitag wurden spannende Ideen weitergedacht, überregionale Kooperationen angestoßen und neue Impulse in der MINT-Arbeit gesetzt. Wir freuen uns über diesen offenen Austausch von MINT-Akteur:innen bundesweit!“ 

Die Teilnehmenden des MINT:Barcamps zeigten sich begeistert vom digitalen Veranstaltungsformat und lobten die technische Umsetzung und dass es trotz physischer Distanz zu regen Diskussionen und Networking kam. Um sich kennenzulernen und mitzubekommen, wer sonst noch beim MINT:Barcamp dabei ist, wurde mittels Padlet eine digitale Pinnwand eingerichtet. So hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich vorzustellen und den weiteren Teilnehmenden ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. So wurde auch im digitalen Raum gewährleistet, dass sich die MINT-Akteur:innen aus ganz Deutschland nachhaltig miteinander vernetzen können. Sigrun Bones und Dr. Stefanie Kowitz-Harms von der Körber-Stiftung, die gemeinsam galant durch den Barcamp-Tag führten, waren nicht minder begeistert und freuten sich vor allem über die vielen unbekannten Gesichter: „Es ist toll, dass so viele neue Gesichter dabei waren und dass wir neue MINT-Netzwerkerinnen und -Netzwerker erreicht haben. Auch technisch hat alles prima geklappt! Jetzt bleiben wir alle nachhaltig vernetzt – das ist der Plan!“

Das siebte MINT:Barcamp findet am 17. September 2021 in Hamburg statt! 

Weitere Infos zu den MINT-Regionen gibt es auf den Seiten der Körber-Stiftung.
Mehr Barcamp gefällig? Auch in NRW kommen jährlich MINT-Begeisterte und zdi-Akteur:innen zusammen. Hier gibt es alle Infos zum letzten zdi-BarCamp.

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