Fusionskraft, schwarze Löcher, Löwenzahn & Corona – Die Gewinner:innen des Science Video Awards

Talentierte Schüler:innen aus NRW sind mit dem Science Video Award ausgezeichnet worden. Bei der Online-Siegerehrung standen die jugendlichen Produzent:innen im Mittelpunkt. Ihre Botschaft: MINT macht Spaß – und es ist cool, Videos über wissenschaftliche Themen zu machen.

Am 23. November war es soweit: Die Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation.NRW prämierte per Live-Stream aus der Universität Köln die besten Science-Videos von Schüler:innen aus NRW. Bewertet wurden die Videos von einer fachkundigen Jury, die aus den Science-YouTubern Doktor Whatson und Breaking Lab sowie mehreren MINT-Didaktiker:innen und Kommunikationsprofis bestand.

Auch Schirmherr Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, war beeindruckt und vergab mit großer Freude den Sonderpreis MINT@Home. Die Kategorie wurde 2020 erstmals ins Leben gerufen, um die Jugendlichen, während des Lockdowns, zuhause zur Produktion von Science-Videos zu animieren. „So viel Wissen, so viel Liebe zum Detail und eine ordentliche Portion Humor – dadurch zeichnen sich die Gewinner aus. Ich bin beeindruckt von all den Jugendlichen, die mit ihren Videos zeigen, dass die MINT-Fächer alles andere als langweilig und trocken sind. Im Gegenteil: Sie haben eine enorme Bedeutung in unserer Gesellschaft. Und ich finde es toll, wie begabt die jungen Filmemacherinnen und Filmemacher sind!“, sagte er in der Laudatio und in der Diskussionsrunde mit Schüler:innen.

Das YouTuber-Duo LekkerWissen moderierte durch den virtuellen Abend. Es ist den beiden YouTubern gelungen trotz der physischen Distanz alle Teilnehmenden mitzunehmen und zu begeistern. Um alle Laudatoren und Schüler:innen zu schützen wurde der Preis über eine Online-Video-Konferenz vergeben und per Live-Stream parallel auf YouTube präsentiert.

Zwei Dinge sollen mit diesem Award besonders gefeiert werden. Erstens: Junge Menschen setzen sich in ihrer Freizeit gerne mit MINT auseinander. Zweitens: Und das macht ihnen Spaß! Deswegen möchten sie auch darüber berichten.

Das sind die stolzen Gewinner:innen und ihre Science-Videos

„Galaktisch gut“

Ob Tutorial oder Weltraum-Experiment: In dieser Kategorie konnten Jugendliche ihre Begeisterung für die Raumfahrt und -forschung teilen. Vom Starlight-Quiz bis zum Erklärfilm über die Schwerelosigkeit: Die eingereichten Videos haben es der Jury nicht leicht gemacht. Doch mit ihrer guten Erklärung und visuell hochwertigen Darstellung zum Thema „Was ist ein Schwarzes Loch“ hat sich das Team um Franka Klumps, Hanna Gehring und Niels Bertling vom Gymnasium Dionysianum Rheine durchgesetzt und konnte die Kategorie, deren Titel auch aus dem diesjährigen zdi-Roboterwettbewerb stammt, für sich entscheiden. Der Preis wurde von YouTuber Jacob Beautemps überreicht.

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„MINT@home“

Mit dem Aufruf: „Zeigt uns eure Experimente aus der Homeschooling-Zeit. Ob programmierter Roboter oder Elefanten-Zahnpasta: Habt ihr eine Insta-Story oder ein TikTok-Video gedreht? Reicht es jetzt ein.“ wurde die Sonderkategorie „MINT@Home“ Corona-bedingt erstmals 2020 neu eingeführt. Marike Skiba und Simon Peters vom Europagymnasium Kerpen bekamen den Preis digital von Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen, überreicht: „Heutzutage kann gute Wissenschaftskommunikation auch aus dem Wohnzimmer heraus gestaltet werden. Das Gewinner-Duo hat seine Zeit im Homeschooling sinnvoll genutzt und neue digitale Fertigkeiten bewiesen, indem es ein tolles Video zu etwas ganz Alltäglichem produzierte: dem Löwenzahn.“

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Gewinner:innen in der „Offenen Kategorie“

„Beste Erklärung“

Gerade in Zeiten von Fakenews, freute es die Jury besonders, dass so viele Schülerinnen und Schüler gut recherchierte Beiträge eingereicht haben. Hervorgetan hat sich der Film: „Coronavirus“. Mit viel Liebe zum Detail zeigte Leon Diederichs und sein Team aus Siegen, wie sich das Coronavirus verbreitet und was ein Virus ist. Dabei übertrafen sie die Erwartungen an eine wissenschaftliche Kommunikation bei weitem und nutzten die moderne Erzählweise eines in Szene gesetzten Protagonisten als Erzähler, um Wissenschaft für die Zuschauer greifbar zu machen. Überreicht wurde der Preis von Arne Klauke von der zdi-Landesgeschäftsstelle.

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„Beste Gestaltung“

Schon beim Blick auf das Vorschaubild ist der Jury klar gewesen: Hier wurde mit gestalterischer Finesse gearbeitet. Till Koppe und Yashdeep Multani von der Gesamtschule Oberpleis aus Königswinter haben sich der Fusionskraft gewidmet und dieses durchaus anspruchsvolle Thema optisch hervorragend in Szene gesetzt. Mit guten Animationen hat das Filmteam die Funktionsweise der Fusionskraft erklärt. Der Preis wurde von YouTuber Klaus Russel-Wells (Joul) überreicht.

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„Lustigstes Video“

Musik trifft MINT ist nicht möglich? Oh doch. Denn Instrumente und Melodien beruhen auf MINT. Mit der lustig in Szene gesetzten Kunstfigur des „Hai mit der Schalmei“ hat das Team Hannah Haverkamp und Leif Martinmaas von der Moritz-Fontaine-Gesamtschule aus Rheda-Wiedenbrück etwas erschaffen, wovon man sich mehr wünscht. Mit viel Humor mischt das Team moderne Erzähl- und Figurmuster, um MINT und Musik zu mischen. Der Preis wurde vom Prof. Dr. Andre Bresges (Professor für Physikdidaktik) überreicht.

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