Die zdi-Community reagiert auf die Coronakrise – Erste Onlineangebote in den Osterferien

Viele der geplanten Aktivitäten der zdi-Community mussten in den vergangenen Osterferien leider ausfallen. Und wann die nächsten Präsenzkurse stattfinden können, ist ungewiss. Doch die zdi-Netzwerke lassen sich nicht lumpen und stellen kurzerhand ein digitales Osterferienprogramm auf die Beine, das sich sehen lassen kann.

In nur kurzer Zeit haben viele zdi-Netzwerke und zdi-Schülerlabore ein Onlineangebot für die Schüler*innen in ihrer Region entwickelt. In den Osterferien fanden nun die ersten Onlinekurse statt. Passend zu der digitalen Umstellung der zdi-Kurse wählten die Koordinator*innen bei der Kurskonzeption hauptsächlich Themen rund um die Informationstechnologie. Dabei machten die Koordinator*innen durchweg positiv Erfahrungen, auch mit den verschiedenen virtuellen Konferenzräumen. Wir möchten an dieser Stelle über einige der Osterferienkurse berichten. 

zdi-Netzwerk cLEVer Bildungsregion Rhein-Wupper nutzt die Webinar-Software edudip  – edudip ist ganz und gar DSGVO-konform

In Leverkusen erstellten die Schüler*innen im Kurs „Onlinekurs App-Entwicklung“ eine Web App mit dem Fokus auf Programmierung mit JavaScript und CSS. Eigentlich war dieser Kurs als Präsenzkurs geplant, aber der Webinar-Dienstleister female:Innovation Hub hat kurzfristig die notwendigen Voraussetzungen für einen Onlinekurs geschaffen.

Zur Durchführung wählte man die Webinar-Software edudip. Die Software wurde in Deutschland entwickelt und wird in deutschen Rechenzentren gehostet. Zudem werden personenbezogene Daten ausschließlich auf deutschen Servern gespeichert. Sie unterliegen dem europäischen Datenschutz und sind dementsprechend zu 100 Prozent DSGVO-konform. Auf edudip wurden die Inhalte, Vorträge und auch Präsentationen durchgeführt. In Ergänzung nutzten die Dozenten Discord als Kommunikationskanal für die Teilnehmer/Dozenten untereinander bzw. projektbezogen. Hier wurde nur mit den Akronymen der Teilnehmer*innen gearbeitet.

Schülerlabor an der Hochschule Hamm-Lippstadt, Standort Hamm – Hier nutzt man den virtuellen Konferenzraum von Discord

Am Schülerlabor der HS Hamm-Lippstadt beschäftigten sich zwei Kurse mit Programmierung,  App-Entwicklung und Webprogrammierung. Als virtueller Konferenzraum wurde das System von Discord gewählt. Diese beiden Kurse waren als eine Art Bootcamp organisiert und gingen über zwei Tage. Der Dozent des Schülerlabors, Nils Reuter, hat bereits andere Onlinekurse abgewickelt. „Unsere Maßnahmen finden weiterhin wöchentlich statt. Wir erarbeiten bereits weitere Onlineworkshops zu Programmierung mit Arduinos, IT-Security und Künstlicher Intelligenz“ so Reuter. Und die Schüler*innen waren sehr zufrieden mit dem Angebot, „wie immer“, bestätigt der Dozent mit einem digitalen Lächeln.

zdi-Netzwerk technik_mark – Anfängliche Bedenken wegen technischer Umsetzung bestätigten sich nicht

Ob Alarmanlage, Bananenklavier, digitales Minischlagzeug, Spielideen, Quiz oder Vokabeltrainer – mit Scratch lassen sich viele Programmierprojekte umsetzen. Und besonders Kinder und Jugendliche können mit dieser Software mit den Grundkonzepten der Programmierung vertraut gemacht werden. Zudem ist es eine Programmiersprache, die sich auch gut online vermitteln lässt.
Das zdi-Netzwerk technik_mark lud Schüler*innen in ihrer Region in einem zweitägigen Workshop ein, diese Programmiersprache in einem Onlinekurs zu lernen. Auch sie nutzten den Onlinedienst Discord „Aus der Sicht der Teilnehmenden hatten wir gedacht, dass die Einrichtung zu gewissen Problemen führen könnte. Aber dies war zum Glück nicht der Fall! Die technische Umsetzung klappte in diesem Fall unkompliziert“ berichtet Tharsika Sivalingam, Projektkoordinatorin bei technik_mark.

30 Schüler*innen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen und Iserlohn nahmen teil und programmierten ihr eigenes Spiel. Dabei wurden sie von drei Dozent*innen virtuell angeleitet und betreut. Das Feedback war sehr gut. Die Schüler*innen posteten unter anderem dieses Feedback:

  • „Es war toll, dass wir es geschafft haben, ein Spiel zu programmieren.“
  • „Ich habe viel gelernt.“
  • „Es war eine sehr tolle Abwechslung zum momentanen Zeitpunkt, da man fast nur zuhause sitzt und sich nicht mit Freunden treffen darf.“

Beispiele eines mit Scratch programmierten Computerspieles:    

Rhein-Kreis Neuss macht positive Erfahrung mit Zoom und plant weitere Onlinekurse

Auch im Rhein-Kreis Neuss bereitet man sich auf die veränderte Situation wegen dem Coronavirus vor. Das zdi-Netzwerk organisierte den viertägigen Programmierkurs „Python ist keine Schlange“. Dieses erste Onlineangebot des Netzwerks wurde mit dem online-Konferenzsystem Zoom umgesetzt. Dabei engagierte das zdi-Netzwerk zwei Dozenten der Codingschule Junior. Die Resonanz der Teilnehmenden war sehr positiv. Auch die technische Umsetzung klappte ohne Probleme. „Wir sind dabei das Angebot der Onlinekurse auszubauen und bereits geplante Präsenzkurse, wo möglich, online stattfinden zu lassen. Und wir werden diese – auch bedingt durch die Lage – in unser nächstes Halbjahres-Programm mit einbauen“ prognostiziert Katharina Beckmann vom zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss.

zdi-Netzwerk IST.Bochum: Dr. Raphaela Meißner berichtet von ihren Erfahrungen im Homeoffice

Im Sommer 2020 wird Dr. Raphaela Meißner als zdi-Guru porträtiert. Vorab erzählt uns die zdi-Koordinatorin im Video, welche Erfahrungen sie im Homeoffice macht und weshalb sie der außergewöhnlichen Situation trotz Veranstaltungsausfällen auch positive Seiten abgewinnen kann.

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